Seil- und SicherungsübungWie in jedem Jahr, so auch in diesem, üben sich die Mitglieder des Bergsportvereins in den Sicherheitstechniken ihres Sportes. Und wie bei jeder Veranstaltung dieses Vereins werden dabei auch diverse, mitunter sehr subtile Selektionspraktiken angewendet oder auch neu erprobt, um das Mitgliedswachstum des Vereins in Grenzen zu halten. Eine Populationsexplosion der Mitglieder brächte die Führungsspitze doch in arge Bedrängnis. Die Jugend hat derartige Praktiken zur Selektion in den harten, entbehrungsreichen Jahren mittlerweile verinnerlicht. Und so wurde in diesem Jahr eine besonders subtile und perfide Selektionsmethode erprobt: Man lockt Mitglieder und allgemein Interessierte zu einer von der Thematik her sehr interessanten Vereinsveranstaltung, verspricht fachkundige Anleitung zu den angekündigten Übungen zur Sicherheit im Bergsport und lockt, damit auch viele kommen, sogar mit Speis und Trank. Solcherlei Ankündigungen funktionieren bekanntlich immer. Wer kann einer derartigen Werbung widerstehen? Wohl kaum jemand, denn man will sich in den Sicherheitsfragen des Bergsportes festigen und möglichst sein Wissen vertiefen und sich dazu noch kostenfrei verköstigen. So lädt unser Jugendreferent Max zu einer sehr christlichen Zeit ins beschauliche Delitzsch auf historischem und denkmalträchtigen Gelände der Walzenmühle zu Brot und Spielen. Der wißbegierige Sportler ahnt nichts davon was ihn dort erwartet. Wovon die Veranstalter wohlweislich nichts verlauten ließen, dass der Tag nicht mit dem freundlichsten Wetter aufzuwarten gedenkt. Und so zog es zwischen den denkmalgeschützten Gemäuern der Walzenmühle mit einer Derartigkeit, dass es doch einige vorzogen, den Tag größtenteils am offenen Lagerfeuer zu verbringen, statt Wind und Wetter trotzend konzentriert den Ausführungen eines Ausbilders zu folgen. Kurz und gut: Es war eine Herausforderung für Ausbilder und Auszubildende. Wenn auf den hochgeladenen Bildern die Menschen oft mit hochgezogenen Schultern und Händen in den Taschen zu sehen sind, sprechen diese Körperhaltungen beredtes Zeugnis von der Unbill des Wetters. Mag manch einer an dieser Stelle gegenargumentieren, es hätte nicht geregnet - es war einfach sehr ungemütlich (gefühlte 270 Kelvin!). Trotzdem erkennt man unschwer in den Konterfeis der Akteure Konzentration und oft genug ein Lächeln bis hin zum Lachen, was unschwer darauf schließen lässt, dass es mehrheitlich doch Spaß gemacht hat und die Selektion funktioniert hat. Denn wer nach einer Veranstaltung unter diesen Widrigkeiten zur nächsten BSV-Veranstaltung kommt, der ist nicht durch das engmaschige Raster subtiler Selektion gefallen. Somit möchte ich meinen Dank an alle aussprechen, die zum Gelingen der Seil- und Sicherungsübung beigetragen haben, vor allem Frank und Jens, die sich um das leibliche Wohl gekümmert haben, natürlich Kathrin, die ihr Grundstück zur Verfügung gestellt hat und all den anderen, die sich redlich bemühten, aus dem Tag das Beste zu machen. Uwe sieht man in einem Loch, weil er clever war und wusste, dass es oben sehr, sehr zugig ist. Unseren Jugendreferenten und Hauptorganisator Max sieht man gar nicht, weil er sich mit seiner Station in die windgeschützten Räumlichkeiten des Wohnhauses von Kathrin zurückgezogen hat, in denen ein angenehmeres Klima herrschte. Ich bedanke mich bei Wolfgang, der mir die Bilder zur Verfügung stellte und hoffentlich nichts dagegen hat, dass ich sie hier z.T. veröffentliche. Wer mehr über die Walzenmühle wissen möchte, der kann sich zu Pfingsten beim Mühlentag mehr Informationen holen. |
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